JESUS - ....Gastpredigt von Renke Bohlen ..Sermon of Guest Speaker Renke Bohlen ....

....Text von Daniel Lange

Das Zentrum einer jeden Kirche sollte kein Pastor, kein Team, nicht die Lehre oder die Anbetung sein, sondern Jesus! Genau über dieses Thema predigte Renke Bohlen von der Kirche im Pott am vergangenen Sonntag. Jesus ist nicht nur Renke’s persönliches Lieblings-Predigt-Thema, sondern auch das beste Thema, über das wir zwei Wochen vor Ostern sprechen können.

Zu Beginn richteten wir unsere Aufmerksamkeit auf den 1. Johannesbrief: Dieser Brief wurde von Johannes dem Evangelisten an eine Gemeinde verfasst, von der ihm nichts Gutes zu Ohren kam. Dementsprechend wurde auch der Brief von Ihm relativ kühl und knapp verfasst, ja ich würde sogar sagen, er war fassungslos in Bezug auf den Umgang der Gemeinde mit Jesus. Johannes kam ohne Umschweife direkt zum Punkt und sparte sich übriges Geplänkel wie etwa eine Einleitung, denn er war mehr als erzürnt! Die Gemeinde, an die er schrieb, wurde basierend auf Jesus Christus gegründet, jedoch sah die aktuelle Situation der Gemeinde zwischenzeitlich ganz anders aus. Johannes hatte mitbekommen, dass Jesus Christus einigen Gemeindemitgliedern zu "wenig" war! Sie wollten mehr - mehr Wissen, mehr Erkenntnisse, mehr spirituelle Erlebnisse und fühlten sich in ihrer "verkopften Art" auch noch bestätigt. Johannes jedoch, dem Jesus ein guter Freund gewesen war, verstand die Welt nicht mehr und so schreibt er ihnen Folgendes:

1. Johannes 1-4, HfA: Das Wort, das zum Leben führt, war von Anfang an da. Wir haben es selbst gehört und mit eigenen Augen gesehen, ja, wir haben es angeschaut und sogar mit unseren Händen berührt. Dieses Leben ist offenbar geworden. Wir haben es gesehen und können es bezeugen. Deshalb verkünden wir die Botschaft vom ewigen Leben. Es war bei Gott, dem Vater, und hat sich uns gezeigt. Was wir nun selbst gesehen und gehört haben, das geben wir euch weiter, damit auch ihr mit uns im Glauben verbunden seid. So haben wir Gemeinschaft miteinander und zugleich mit Gott, dem Vater, und mit seinem Sohn Jesus Christus. Wir schreiben euch das, damit wir uns von ganzem Herzen freuen können

Johannes appelliert hier an seine Brüder und Schwestern, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen, nämlich auf Jesus. Das war jedoch gar nicht so einfach, denn die Gemeinde hat in ihrer theoretischen, nüchternen Art und Weise das Wichtigste aus dem Konzept bzw. der Person Jesu entfernt, nämlich die Beziehungsebene. Johannes spricht zu der Gemeinde als jemand, der Jesus wahrhaftig kennen und lieben gelernt hat. Er war von Anfang an dabei, er hat mit Jesus gegessen, erlebt wie er Menschen geheilt hat und am Ende für die Menschheit am Kreuz gestorben ist. Deshalb appelliert er heftig an die Gemeinde, Jesus wieder ins Zentrum zu nehmen und nicht auf die rein wissensbasierte Lehre zu setzen, durch die sich schlussendlich der Fokus weg von Jesus verschiebt.

Damit wir uns dessen stets bewusst sind, hat Renke uns vier einfache Punkte mit an die Hand gegeben.

Jesus ist real

Wir bauen keine Kirche, um ein wenig Gemeinschaft zu haben, anzubeten oder uns einfach um unserer selbst Willen engagieren zu können. Nein! Wir bauen Kirche, weil Jesus real und mitten unter uns ist. Er ist der Erste, der morgens aufsteht und schon beim Frühstück, auf der Arbeit oder in der Schule auf uns wartet. Egal wohin wir gehen, Jesus ist an unserer Seite, er liebt uns und er möchte uns mit allen Mitteln unterstützen. Desto unverständlicher ist es für Johannes, dass sich Menschen mehr mit der Wissenstheorie beschäftigen als mit dem realen Jesus. Denn seien wir doch mal ehrlich, unsere Lebenszeit auf dieser Erde ist verschwindend gering im Gegensatz zur Ewigkeit. Und trotzdem verleihen wir diesem "Schnipsel" Leben viel mehr Gewicht als nötig, anstatt unser Leben auf die Ewigkeit zu fokussieren. Denn hier schließt sich wieder der Kreis, der einzige Zugang zur Ewigkeit ist und heißt Jesus Christus! Jesus Christus ist heute schon real und deshalb sollten wir unbedingt jetzt schon mit ihm leben! Johannes formuliert es im späteren Verlauf noch etwas verständlicher:

1. Johannes 14, HfA: Das Wort wurde Mensch und lebte unter uns. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit, wie sie Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In ihm sind Gottes Gnade und Wahrheit zu uns gekommen.

Jesus wird nicht realer, wenn du mehr weißt oder erlebst

Seinen Horizont zu erweitern und stetig Neues dazu zulernen ist immer erstrebenswert und in unserer Welt auch notwendig, allerdings macht es Jesus für dich nicht realer. Manchmal kann es genau das Gegenteil bewirken und dich weiter von ihm wegbringen. Denn sei dir immer bewusst: Jesus ist da, ganz gleich was du machst oder wonach du dich sehnst, Jesus ist anwesend!

Das Wichtigste ist: Verbundenheit

Es gibt unzählige Bücher, Schriften und Aufzeichnungen von rechts nach links außen über Theorien und Interpretationen wie man die Bibel oder deren Inhalte auslegen kann/könnte, es werden endlose Diskussionen geführt über diese Art der Wissenstheorie, jedoch verlieren wir dabei allzu schnell das Wichtigste wieder einmal aus den Augen: Jesus! Das Wichtigste für Jesus ist die Verbundenheit mit dir, nicht die Theorie. 

1. Johannes 1,3 HfA: Was wir nun selbst gesehen und gehört haben, das geben wir euch weiter, damit auch ihr mit uns im Glauben verbunden seid.

Warum schreibt Johannes dies alles? Weil er das Wesentliche erkannt hat, dass wir im Glauben an Jesus Christus miteinander verbunden sind! Deshalb ist die Gemeinde auch unabdingbar für das Leben eines Christen. Es gibt immer wieder Christen, die dies in Frage stellen, weil sie sagen es gibt Orte (z.B. der Strand) an dem Gott mir wesentlich näher ist als in der Gemeinde. Den Punkt, den die Meisten jedoch außer Acht lassen, ist der, dass dir der Strand keine Gemeinschaft und Verbundenheit in schweren Zeiten zu Teil werden lässt, er korrigiert deinen Kurs auch nicht, wenn du einen blinden Fleck in deinem Leben hast. Für diese Punkte braucht der Mensch die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Und trotzdem wird mir jeder zustimmen, wenn ich sage, Menschen sind anstrengend, zum Teil können Sie sogar echt nerven - ich bin dafür wahrscheinlich ein recht gutes Beispiel. Aber wisst ihr, wir glauben, die Gemeinde ist der einzige Ort, an dem Jesus auf unvergleichbare Art und Weise Freiheit entfalten kann, weil wir miteinander im Glauben verbunden sind, weil wir uns zusammen dieser Welt stellen und weil wir ein gemeinsames Ziel haben. Mit Gottes Hilfe diese Welt zu einer besseren zu machen. Deshalb schreibt Johannes: lasst uns doch bitte verbunden bleiben und unsere Meinungsverschiedenheiten nicht über unseren Glauben stellen. Lasst uns zusammen erleben was es heißt, mit Gott und seinem Sohn Jesus Christus verbunden zu sein, denn das ist das Wesentliche.

Dom und Sarah haben die KCC nicht gegründet damit wir mehr Wissen erhalten oder damit wir die neusten moralischen Erkenntnisse in die Welt hinaustragen.  Sie haben die KCC gegründet, weil Jesus real ist, du ihn erfahren darfst und mit ihm bis in alle Ewigkeit verbunden bleiben kannst! Jesus reicht dir die Hand und möchte dein bester Freund sein!

In unserer Gesellschaft werden Beziehungen oder Freundschaften oft als Tauschgeschäft angesehen. Was bekomme ich, wenn ich dich heirate oder was springt für mich dabei raus, wenn ich regelmäßig die KCC besuche? Da ich es nicht weiß, kann ich es dir auch nicht verraten, aber was ich weiß ist, dass Jesus kein Tauschgeschäft für uns eingegangen ist, sondern er hat mehr gegeben als wir jemals zurückzahlen könnten. Alles nur um mit uns verbunden zu sein und damit wir ein freundschaftliches Verhältnis zu ihm haben können! Wie großartig ist unser Gott?!

Johannes 15, 14-15, HfA: Und ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch aufgetragen habe.Ich nenne euch nicht mehr Diener; denn einem Diener sagt der Herr nicht, was er vorhat. Ihr aber seid meine Freunde; denn ich habe euch alles anvertraut, was ich vom Vater gehört habe.

Jesus sucht Freunde - findet er auch einen Freund in Dir?

Pure Freude

Wenn nicht wir Christen ein Leben in vollkommener Freude führen, wer sollte es stattdessen leben? Wir haben das Privileg, ein Leben in tiefer Freundschaft mit dem himmlischen Vater leben zu dürfen, dem Schöpfer des Universums. Gott steht hinter uns und stärkt uns den Rücken, ein wahrer Freund. Das Leben hat natürlich trotzdem noch Höhen und Tiefen, jedoch kannst du mit der Verbundenheit zu Jesus und der daraus resultierenden Freundschaft anders damit umgehen. Das Problem mit uns Menschen ist nur, dass unsere Freude meist von äußeren Umständen abhängt oder zumindest beeinflusst wird. Sei es das gewonnene Fußballspiel oder der Start einer neuen Staffel meiner Lieblingsserie. Sobald der Auslöser für unsere Freude abebbt ist auch unsere Freude verflogen, genau hier setzt Johannes an und sagt meine Freude ist vollkommen und zwar bis in alle Ewigkeit, weil in meinem Inneren etwas Göttliches lebt!

Lukas 10, 23-24, HfA: Zu seinen Jüngern sagte Jesus dann: »Ihr könnt euch wirklich glücklich schätzen, dass ihr dies alles seht und erlebt. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige hätten gern gesehen, was ihr seht, und gehört, was ihr hört. Aber die Zeit war noch nicht da.

Wir dürfen Jesus tag täglich erleben, eine freundschaftliche Beziehung mit ihm führen. Halte dir immer vor Augen, dass deine Beziehung zu Gott nicht davon abhängt ob du deinen Glauben genauso lebst wie andere Menschen. Deine Beziehung zu Ihm hängt einzig und allein von deiner Liebe und Annahme ab. Wenn dein Leben auf weltliche Dinge wie Job, Hobbys oder auch Beziehungen fokussiert ist, dann wird dich das auf Dauer nicht glücklich machen. Bleibe mit Gott verbunden und verharre in eurer freundschaftlichen Beziehung, denn du darfst sein wie du bist, weil Gott dich bedingungslos angenommen hat.

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The center of a church shouldn’t be a pastor, a theme, the preaching or the worship, the center should be Jesus! This is exactly what Renke Bohlen of Kirche im Pott preached on Sunday. Jesus isn’t just the favorite thing to preach for Renke but also the best theme we could talk about two weeks before easter.

In the beginning we focused on the first letter of John: This letter was written by John the evangelist to a church about which he hadn’t heard anything good. This is why the letter was written in a very cool and short way, you could almost say he was perplexed by the way the church handled Jesus and everything concerning Him. John came right to the point. He didn’t use any kind of formalities like an introduction, since he was more than enraged! The church to which he write had been founded based on Jesus but by the time the letter was written the situation looked quite different, John had heard that for some of the attendees of the church Jesus was „not enough“! They wanted more - more knowledge, more insight, more spiritual experiences and they even felt confirmed in their theoretical way. John however, who had been a close friend of Jesus, didn’t understand a thing anymore when thinking about that church. So he write the following:

1 John 1-4: That which was from the beginning, which we have heard, which we have seen with our eyes, which we looked upon and have touched with our hands, concerning the word of life— the life was made manifest, and we have seen it, and testify to it and proclaim to you the eternal life, which was with the Father and was made manifest to us— that which we have seen and heard we proclaim also to you, so that you too may have fellowship with us; and indeed our fellowship is with the Father and with his Son Jesus Christ. And we are writing these things so that our joy may be complete.

John is appealing to his brothers and sisters to come back to the crucial: Jesus. This however was quite difficult since the church had removed the most important thing from the concept respectively the person of Jesus in their theoretical and matter-of-fact way: the relationship. John is speaking to the church as one who had gotten to know and love Jesus. He had been there from the very beginning. He had eaten with Jesus, seen how He healed people and in the end had been a witness of Jesus dying  on the cross for humanity. This is why he is insisting that the church make Jesus their center again and that they don’t just  depend on the knowledge based doctrine that takes away the focus from Jesus. 

Renke gave us four things at hand for us to always be aware of the relationship Jesus wants to have with us.

Jesus is real

We don’t build a church to have a little bit of community, to worship or to be engaged for our own sakes. No! We build a church because Jesus is real and is right in the middle of us. He is the first one to get up and He’s the one who wants for us at breakfast, at work or at school. No matter where we go Jesus is at our side. He loves us and wants to encourage us with everything He has. This is why it is so hard for John to understand why people would rather think about the theory than about the real Jesus. Because if we’re honest our life time here on earth is disappearing small in comparison to eternity. Still we give this small peace of life so much more weight than we should instead of focussing our life on eternity. Here Jesus closes the ring again: the only way to eternity is called Jesus Christ! Jesus Christ is real today. This is why we should already live with Him now. John makes it a little more clear in the following:

John 1, 4: And the Word became flesh and dwelt among us, and we have seen his glory, glory as of the only Son from the Father, full of grace and truth. 

Jesus doesn’t get more real when you know or experience more

In our world it is not only desirable but also necessary to continually broaden your horizon and learn more. But this doesn’t make Jesus more real for you. Sometimes it even provokes the opposite and it brings you further away from Him. So always be aware that Jesus is there. No matter what you do or what you long for, Jesus is present!

The most important thing is being connected

There are innumerable books, writings and recordings from the right to the far left about theories and interpretations on how to read your bible or how you should/could interpret it’s contents. There are endless discussions about all these kinds of theories and in between all of this we quickly lose sight of what’s most important: Jesus! The most important thing for Jesus is His connection to you, not the theory.

1. John 1,3: that which we have seen and heard we proclaim also to you, so that you too may have fellowship with us; and indeed our fellowship is with the Father and with his Son Jesus Christ.Why does John write all of this? Because he understood the essential: in our faith in Jesus Christ we are connected with each other! This is why the church is indispensable for the life of a Christian. There are always Christians who doubt this because they say there re places where God seems so much closer (for example the beach) than in church. What these people don’t have in mind though is that the beach can’t give you community and connectedness in times of trouble, it doesn’t correct your course when there’s a blind spot in your life. For all of this the human being needs community with the like-minded. Still every one of you will say I’m right when I say that people are tiring, sometimes even nerve wrecking - I’m the best example. you know, we believe that the church is the only place where Jesus can unfold freedom in an incomparable way. Because we are connected throng our faith, because we face this world together and because we have the same goal, He is able to do so. We want to make this world into a better one with the help of God.This is why John writes that we should stay connected instead of making our differences bigger than our faith. Let us experience together what it means to be connected to God and His son Jesus Christ, because this is the essential.

Dom and Sarah didn’t found KCC for us to gain more knowledge or to carry the newest insights into the world. The founded KCC because Jesus is real, because you can experience Him and because you can stay connected with Him for eternity! Jesus stretches out His hand and invites you to become your best friend! 

In our society relationships and friendships are often regarded as countertrades. What do I get when I marry you or what is in for me when I join KCC regularly? I don’t know the answers to that so I can’t tell you. But what I do know is that Jesus didn’t make a countertrade for us. Instead He gave more than we could ever repay. Only so that we could be connected with Him and that we could live in a relationship of friendship with Him! How great is our God?!

John 15, 14-15,: You are my friends if you do what I command you. No longer do I call you servants, for the servant does not know what his master is doing; but I have called you friends, for all that I have heard from my Father I have made known to you.Jesus is looking for friends - can He find a friend in you?

Pure Joy

If we as Christians don’t live a life of complete joy, who should live it instead? We have the privilege of being allowed to live a life in a deep friendship with our heavenly father the creator of the universe. God is standing behind us and strengthening us, a true friend. Of course life still has it’s ups and downs. But with the connection to Jesus and the resulting friendship you have other ways to cope with it. The problem with us humans is that most of the time our joy depends or at least is influenced by circumstances. This could be a lost soccer game or the start of a new season of my favorite series. When this trigger for our joy fades away our joy fades with it. This is where John jumps in and says that my joy is complete into eternity because there is something heavenly living inside of me!

Luke 10, 23-24: Then turning to the disciples he said privately, "Blessed are the eyes that see what you see! For I tell you that many prophets and kings desired to see what you see, and did not see it, and to hear what you hear, and did not hear it."We can experience Jesus day after day and live a relationship in friendship with Him. Always have in mind that your relationship to God doesn’t depend on you living your faith like every one else around you does. Your relationship to Him only depends on your love and acceptance. If your life is focused on earthly things such as your job, your hobby or even relationships you will not be happy with this. Stay connected to God and rest in you friendship since you are allowed to be the way you are. Because God has accepted you unconditionally.

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