Er kann nicht anders

Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3:16)

Gott ist Liebe - er kann nicht anders, als uns zu lieben. Um diese wunderbare Aussage drehte sich Dom’s Predigt am Sonntag. Zum Einstieg berichtete er uns vom „So-Sehr-Geliebt-Syndrom“, das in Familien immer wieder auftaucht und sich im Falle von Dom’s Familie beispielsweise so äußerte: Als er fünf Jahre alt war und begeistert Fußball spielte, war sein Vater immer dabei. Er verpasste kein Spiel, lief am Spielfeldrand mit, jubelte, feuerte an, sorgte für Getränke für die ganze Mannschaft und hatte in jeder Situation einen passenden Trainingstipp. Aus Kindersicht fast schon ein wenig… peinlich(?). Dom war sich sicher: So ein Vater würde er nicht werden, er würde definitiv cooler sein. Aber: „Wenn man Papa wird, kann man cool sein vergessen.“ Erzählte Dom und berichtete von seinem eigenen, hochmotivierten Verhalten wenn er seinen dreijährigen Sohn beim Fußball anfeuert. Und so ist es mit Gott: Er hat dieses „So-Sehr-Geliebt-Syndrom“ für jeden einzelnen für uns. Er läuft uns nach und bleibt an uns dran - ob wir wollen oder nicht. 

Wie unendlich groß Gottes Liebe ist beschreibt eine Begebenheit aus der Bibel, von der Theologen sagen, dass sie - nach der Kreuzigung - mit der stärkste Ausdruck für Gottes Liebe ist: Das Buch Hosea.

Hosea lebte 750 Jahre vor Christus und war ein angesehener Prophet des israelischen Volkes. Und er bekam von Gott einen besonderen Auftrag: Er sollte eine Prostituierte heiraten, Gomer. 

Als der Herr zum ersten Mal zu Hosea sprach, befahl er ihm: »Such dir eine Hure, und mache sie zu deiner Frau! Du sollst Kinder haben, die von einer Hure geboren wurden. Denn mein Volk ist wie eine Hure: Es ist mir untreu und läuft fremden Göttern nach.« (Hosea 1:2)

Hosea folgte Gottes Befehl, heiratete Gomer und sie gebar ihm drei Kinder. Einige Jahre lief es zwischen den beiden richtig gut. Doch es kam der Tag, an dem Gomer Hosea und ihre Kinder verließ und ihm untreu wurde. In dieser fürchterlichen Situation spracht Gott erneut zu Hosea:

Der Herr sprach zu mir: »Obwohl deine Frau deine Liebe nicht erwidert hat, sondern ständig die Ehe bricht, sollst du sie wieder bei dir aufnehmen und sie lieb haben. Denn auch ich liebe die Israeliten, obwohl sie anderen Göttern nachlaufen und deren Opfermahlzeiten essen.« (Hosea 3:1)

Gott forderte Hosea auf, seine untreue Frau zu suchen und zurück zu nehmen. Schließlich findet er sie bei einem Menschenhändler und muss 15 Silberstücken und 4,5 Zentner Gerste zurück. In dieser außergewöhnlichen Situation prophezeite Hosea über Jesus (als „Nachkomme Davids“):

Da kaufte ich meine Frau für fünfzehn Silberstücke und viereinhalb Zentner Gerste zurück und sagte zu ihr: »Du wirst jetzt bei mir bleiben und dich mit keinem anderen Mann mehr einlassen. Aber ich werde lange Zeit nicht mit dir schlafen.« Genau so wird es Israel ergehen: Lange Zeit werden sie ohne König und Fürsten sein, es wird keine Schlachtopfer und keine heiligen Steinmale geben, auch keine Götterfiguren und Priestergewänder. Und dann wird Israel zurückkommen und den Herrn, seinen Gott, suchen. Das ganze Volk wird einen Nachkommen Davids als König anerkennen. Zitternd werden sie in dieser letzten Zeit zum Herrn zurückkehren und ihre Hoffnung ganz auf seine Güte setzen. (Hosea 3:2-5)

Die ganze Story könnt ihr übrigens auch hier nachlesen: https://www.bible.com/de/bible/73/hos.1 

Wofür stehen nun Hosea und Gomer? Hosea bedeutet „Errettung“ und Gomer bedeutet „vollständig“. In dieser biblischen Geschichte steht Hosea für Gott und Gomer für den Menschen, für dich und mich, für uns - für die Gott bereit ist, jeden Preis zu zahlen. 

Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns seine Liebe geschenkt. Er gab uns seinen Sohn, der alle Schuld auf sich nahm, um uns von unserer Schuld freizusprechen. Meine Freunde, wenn uns Gott so sehr liebt, dann müssen auch wir einander lieben. (1. Johannes 4:10-11)

Was bedeutet das für uns, wenn wir es annehmen? Bildlich gesprochen: „Wir müssen Gomers suchen“. Menschen die keine Perspektive haben und echte Liebe nicht kennen. Davon gibt es hunderttausende allein in unserer Stadt. Das wird chaotisch, unordentlich, nicht immer schön und erfordert Mut! Würdest du Gomer suchen, wenn Gott es von dir fordert? 

Als Köln City Church wollen wir genau das - dafür schlägt unser Herz, Gottes Liebe begeistert uns. Das spiegelt sich auch in unseren Werten wieder.  

  • Gott lieben

  • Menschen lieben

  • Unser Bestes geben

  • Spaß haben! 


Impressionen von unserem Gottesdienst am 14. August 2016: