Natürlich übernatürlich - so viel mehr.

Am letzten Sonntag gab er sein brillantes Debut auf der Kinoleinwand: Der CityChurchMan. Ein Alltagsheld, der zeigt, dass so vieles möglich ist - natürlich übernatürlich eben. Genau diesen Titel trägt nämlich unsere neue Predigtserie, die der CityChurchMan glorreich eingeleitet hat. Seht selbst:

Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat. Galater 2:20 - Leitvers der Themenreihe natürlich übernatürlich 

„Himmel und Ähd“ 

In Teil 1 unserer neuen Predigtserie natürlich übernatürlich ging es nicht etwa um ein Kölsches Traditionsgericht mit Blutwurst, Kartoffeln und Äpfeln - sondern um das Spannungsverhältnis zwischen Himmel und Erde. Was bedeutet es eigentlich, wenn wir im Vater unser „dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“ beten? 

Dom hat uns in seiner Predigt zu eben dieser Frage vier Punkte aufgezeigt: 

  1. Identität
  2. Ausrichtung
  3. Risikobereitschaft
  4. Dran bleiben

1. Identität

Denn der Geist Gottes, den ihr empfangen habt, führt euch nicht in die Sklaverei, in der ihr wieder Angst haben müsstet. Er macht euch vielmehr zu Gottes Kindern. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: „Vater, lieber Vater!“ Römer 8:15

Wir sind Kinder Gottes - das ist unsere Identität. Und wenn wir beten, passiert wirklich etwas - auch dann, wenn wir es nicht auf den ersten Blick sehen. Aber warum ist das so? Die allererste christliche Gemeinde erlebte vor rund 2000 Jahren viele, ganz offensichtliche Wunder - Menschen wurden geheilt, aus Wasser wurde Wein und vieles mehr. Eine Vermutung: Das Übernatürliche wurde auf die Bühne verlegt - vielleicht auch deshalb, weil wir manchmal gar nicht die Erwartung an unser Gebet haben, dass es erhört wird oder dass etwas außergewöhnlich Wunderbares geschieht. Aber Dom ist überzeugt: Gott befähigt jeden Menschen, natürlich übernatürlich zu sein - überall und jederzeit. 

2. Ausrichtung 

Passt euch nicht dieser Welt an, sondern ändert euch, in dem ihr euch von Gott völlig neu ausrichten lasst. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt. Römer 12:2

Uns auszurichten beginnt damit, dass wir eine „Himmel-zu-Erde-Perspektive“ haben - nicht umgekehrt. Wir müssen mit Gott anfangen und verstehen, dass er ein liebender Vater ist. Das bedeutet auch: Wir sollten nicht immer auf etwas warten, denn Gott benutzt ganz normale Leute, um sein Reich zu bauen. 

3. Risikobereitschaft 

Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt. Epheser 3:20

In England gibt es eine Redensart, die sehr gut zu diesem dritten Punkt passt: „Safe or Brave“. Bleiben wir immer auf der sicheren Seite oder sind wir mutig? Springen wir und vertrauen wir blind darauf, dass Gott uns fängt? Dom hat in diesem Zusammenhang die Geschichte von Rosa Parks erzählt, einer Afroamerikanerin, die sich 1955 in Montgomery, Alabama in einem Linienbus auf einen der für weiße Fahrgäste reservierten Plätze setzte. Mit dieser mutigen und einzigartigen Geste wurde Rosa Parks zur Mitbegründerin der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, die das Ende der Rassentrennung einleitete. Wir dürfen mitnehmen: Mutig und risikobereit zu sein, zahlt sich aus. Denn mit Gott gibt es so viel mehr zu erleben…

4. Dran bleiben 

Der vierte und letzte Punkt von Dom’s Predigt ist eine klare Aufforderung: Dran bleiben! Manchmal tut sich nicht gleich etwas, Dinge verändern sich nicht immer sofort, so wie wir es uns wünschen - Geduld ist dann an der Tagesordnung. Wie so oft, finden wir zu diesem Thema ein passendes Gleichnis in der Bibel: In Lukas 13: 6-9 erzählt Jesus von einem Mann, der einen Feigenbaum pflanzte und drei Jahre lang keine einzige Frucht ernten konnte. Er rief seinen Gärtner und verlangte, dass dieser den Baum fällen sollte. Doch der Gärtner erbat sich ein weiteres Jahr, in dem er den Baum gut düngen und sorgfältig pflegen wollte. Vier Jahre warten - eine lange Zeit. Aus diesem Gleichnis nehmen wir aber nicht nur mit, dass es manchmal Geduld braucht, sondern auch, dass ein Baum nur dann Früchte tragen kann, wenn gut gehegt und gepflegt wird. Seine Wurzeln müssen gesund sein. Dieses Bild lässt sich natürlich auch auf uns Menschen übertragen: Wir müssen auf unser Herz achten. 

Menschen sind auf der Suche - überall. Gott möchte dich benutzen, um natürlich Übernatürliches zu tun. Dom John

Impressionen von unserem Gottesdienst am 05.06.2016