Seliger als Nehmen | Gottesdienst mit Tim Sukowski am 26.03.2017

Der Titel von Tim’s Predigt lässt es bereits vermuten: Es geht um ein Thema, das für uns als Christen sehr relevant - und doch immer wieder so ungemütlich ist. Seliger als Nehmen ist natürlich das Geben. Und genau darüber sagt die Bibel so einiges: 

Matthäus 6,21: Wo nämlich euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. 

Hebräer 13,5: Seid nicht hinter dem Geld her, sondern seid zufrieden mit dem, was ihr habt. Denn Gott hat uns versprochen: »Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab.«

Hebräer 20,35: Damit wollte ich euch zeigen, dass man hart arbeiten muss, um auch noch den Armen etwas abgeben zu können. Dabei sollen wir immer an die Worte denken, die unser Herr Jesus selbst gesagt hat: Geben macht glücklicher als Nehmen.

Was bedeutet es „reich“ zu sein und was machen wir mit unserem Geld? 

In der Regel investieren wir das, was wir verdienen, in drei Dinge: 

1. Bedürfnisse, wie etwa ein Dach über dem Kopf, Essen und trinken 

2. Wünsche - von denen haben wir meist mehr, als wir uns erfüllen (können)

3. Vorsorge - ein Thema, das uns gerade in jungen Jahren nur wenig beschäftigt 

Und nach diesen drei Dingen? Oftmals denken wir „Jetzt ist nichts mehr übrig, ich bin doch nicht reich, was soll ich noch geben?“ Und vielleicht denken wir auch, dass es für reiche Menschen ganz einfach ist, zu geben - denn es tut ja nicht weh. Bill Gates beispielsweise hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Großteil seines Vermögens zu spenden. Das ist für ihn ja auch ganz einfach, denn bei einem Milliardenvermögen bleibt eben immer noch genug für alles Andere. 

Doch Geben bedeutet Einschränkung. Signifikantes Geben bedeutet, so zu geben, dass man es spürt. Ein Thema, das bei uns ganz unterschiedliche Gefühle auslösen kann. Vielleicht ein schlechtes Gewissen? Oder Unmut, weil du denkst „Ich habe doch nichts.“ Oder sogar Trotz, frei nach dem Motto „Ich habe dieses Geld verdient, ich habe hart dafür gearbeitet.“ 

Trotz dieser Gefühle fordert uns Tim auf, das Geben zu unserer Priorität zu machen. „Dein Bankkonto sagt etwas über dein Herz aus, denn es zeigt, wofür du lebst. Es zeigt deine Prioritäten.“ Eine provokante These von Tim, die im Saal für „lautes“ Schweigen sorgte. Jesus selbst hat viel über Besitz und Reichtum gesprochen, mit einem klaren Motiv: Er wollte, dass wir frei sind. In der "Bergpredigt" sagt er: 

Matthäus 6, 25-26: Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung? Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid?

Matthäus 6, 31-33: Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: ›Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?‹ Nur Menschen, die Gott nicht kennen, lassen sich von solchen Dingen bestimmen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht. Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen. 

Die Frage ist also: Wem gehört mein Herz? Dazu gibt Jesus schon etwas früher in der Bergpredigt einen wichtigen Impuls: 

Matthäus 6,19-24: Häuft in dieser Welt keine Reichtümer an! Sie werden nur von Motten und Rost zerfressen oder von Einbrechern gestohlen! Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die unvergänglich sind und die kein Dieb mitnehmen kann. Wo nämlich euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. Durch die Augen fällt das Licht in deinen Körper. Wenn sie klar sehen, bist du ganz und gar vom Licht erfüllt. Wenn sie aber durch Neid oder Habgier getrübt sind, ist es dunkel in dir. Und wie tief ist diese Finsternis, wenn das Licht in deinem Innern erloschen ist!

Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den einen einsetzen und den anderen vernachlässigen. Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das Geld leben.

In diesen Versen stecken zwei klare Aufforderungen: Sei großzügig und mach Geld nicht zu deinem „Götzen“!

„Warum diese Predigt?“ Fragte Tim zum Abschluss. „Es geht nicht darum, dass deine Kirche mehr Einnahmen bekommen soll. Sondern darum, dass Jesus dich nicht teilen will. Er will dein ganzes Herz!“

Jesus wünscht sich für uns ein freies Herz. Und diese Freiheit beginnt genau da, wo wir erklären, bankrott vor Gott zu sein. Da, wo wir ihm alles geben. 

Impressionen von unserem Gottesdienst am 27.03.2017