Rooted in the City | Beten - Lieben - Leben

Wie lebensnah und voller praktischer Denkanstöße für unser Leben das Alte Testament sein kann, hat Sarah am Sonntag in ihrer Predigt „Beten - Lieben - Leben“ auf den Punkt gebracht. In unserer Reihe ROOTED sind wir nach Rooted in Jesus und Rooted in the Church jetzt bei Rooted in the City angekommen. Wie verwurzelt man sich in einer Stadt? 

Aus Jeremias Brief an die Verbannten in Babylonien (Jeremia 29: 4-7)

Jeremia schrieb: „So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels, zu allen Verbannten, die er von Jerusalem nach Babylonien wegführen ließ: Baut euch Häuser und wohnt darin! Legt Gärten an und erntet ihre Früchte! Heiratet und zeugt Kinder! Wählt für eure Söhne Frauen aus, und lasst eure Töchter heiraten, damit auch sie Kinder zur Welt bringen. Euer Volk soll wachsen und nicht kleiner werden. Bemüht euch um das Wohl der Stadt, in die ich euch wegführen ließ, und betet für sie. Wenn es ihr gut geht, wird es auch euch gut gehen.“

Aus diesen Versen können wir drei Handlungen mitnehmen, die dazu beitragen, uns in unserer Stadt zu verwurzeln: 

1. Beten

Wenn du für Köln beten willst, kannst du an folgende Bereiche denken: 

  • Wir können dafür beten, dass Gott unsere Herzen für die Stadt verändert, dass wir nicht nur Zuschauer sind, wenn er sein Reich baut. Wir können dafür beten, dass das Leid der Menschen uns auch weh tut. Vielleicht ist es ja sogar eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen, die dir besonders am Herzen liegt? 
  • Wir können für Menschen in Leitungspositionen beten: Unsere Oberbürgermeisterin, verantwortliche Stadträte etc. So lesen wir z.B. in 1. Timotheus 2:2 „Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber.“
  • Wir können für die Einheit der Kirche(n) in Köln beten, denn wir gehören alle zu einem Leib, zu einem Gott und sollten uns gegenseitig ermutigen und stark machen. 
  • Wir können für besondere Nöte der Stadt beten - davon gibt es leider viele. 

2. Lieben 

„Einsamkeit ist das größte Problem in Großstädten“ betonte Sarah „und sie kann jeden treffen.“ In der Schöpfungsgeschichte lesen wir von nur einer Sache, die Gott nicht gefiel: Dass der Mensch allein ist. Doch genau das passiert täglich um uns herum. Man kann als Student alleine unter hunderten von Kommilitonen sein. Man kann als Mutter einsam sein. Oder als Arbeitnehmer unter vielen Kollegen. Einsamkeit kann jeden treffen. Und selbst wenn wir nicht immer eine Lösung für die Probleme einsamer Menschen haben, so können wir ihnen doch zuhören und unsere Zeit schenken. Wir können eine Antwort auf die Einsamkeit sein. Mit wem kannst du 15 Minuten deiner Zeit verbringen? Wenn kannst du fest umarmen? Da, wo wir sind, ist auch Gottes Gegenwart. 

3. Leben 

Wenn wir Jeremias Brief an die Verbannten in Babylonien lesen, dürfen wir den Hintergrund nicht vergessen: Gott hatte die Israeliten an den Rand Babyloniens geschickt, weg von ihrem Zuhause, weil er einen Plan hatte. Er wollte, dass dieses Volk ein Segen für Babylonien ist, dass es sich um „das Wohl der Stadt bemüht“. Es war kein Zufall, dass die Israeliten dort lebten - denn bei Gott gibt es keine Zufälle. So ist es auch heute noch: Gott hat einen Plan für unser Leben. Er gebraucht uns als Botschafter, genau da, wo wir sind. In unserem Beruf, in unserem Alltag, in unseren Familien. Manchmal sind wir ungeduldig und warten auf das, was kommt. Etwa einen neuen Job, einen Umzug oder etwas anderes. Doch da, wo wir heute stehen, will Gott uns schon gebrauchen. 

Wie also können wir uns in Köln verwurzeln? Die Antwort ist einfach: Wir sind es bereits. In der KCC finden wir Menschen aus allen Stadtvierteln, zahllosen Berufen und in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Menschen, die Gott gebrauchen möchte, um einen Unterschied zu machen. 

Impressionen von unserem Gottesdienst am 26.02.2017