Predigtreihe: Kleine Dinge, Große Wirkung | Worte

„Manchmal schauen wir auf großartige Menschen und fragen uns, welche großen Dingen sie getan haben, um zu erreichen, was sie erreicht haben.“ So startete Dom am Sonntag in seine Predigt zum Thema „Worte - und wie sie unser Leben beeinflussen“. Oftmals sind es gar nicht große oder außergewöhnliche Dinge, sondern vielmehr die kleinen Dinge, die keiner sieht, die etwas bewirken. 

Johannes 1:1-3 Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden.

Gottes Worte bringen immer eine Lösung - nicht eine Erklärung.  

Hebräer 11:3 Durch unseren Glauben verstehen wir, dass die ganze Welt durch Gottes Wort geschaffen wurde, dass alles Sichtbare aus Unsichtbarem entstanden ist.

Unsere Worte haben unglaubliche Kraft. 

Sprüche 18:21 Worte haben Macht: Sie können über Leben und Tod entscheiden. Darum ist jeder für die Folgen seiner Worte verantwortlich. 

Anders gesagt: Unser Worte können entweder Leben bringen oder Leben zerstören. Wenn du Veränderung in deinem Leben sehen möchtest, dann musst du die Worte ändern, die du sprichst. 

Jakobus, der Bruder von Jesus, sagte über Worte:

Jakobus 3:3-5 So legen wir zum Beispiel den Pferden das Zaumzeug ins Maul. Damit beherrschen wir sie und können das ganze Tier lenken. Und selbst bei den Schiffen, die nur von starken Winden vorangetrieben werden können, bestimmt der Steuermann die Richtung mit einem kleinen Ruder. Genauso ist es mit unserer Zunge. So klein sie auch ist, so groß ist ihre Wirkung! Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Wald in Brand.

Kleine Dinge haben große Wirkung. Mit einem kleinen Wort kannst du Großes anrichten, positiv wie negativ. Salomon, einer der weisesten Männer in der Bibel sagte:

Sprüche 12:18 Die Worte eines gedankenlosen Schwätzers verletzen wie Messerstiche; was ein weiser Mensch sagt, heilt und belebt. 
Sprüche 15:4 Ein freundliches Wort heilt und belebt, aber eine böse Zunge raubt jeden Mut.

Ihr seht, in der Bibel finden sich unzählige Aussagen über die Kraft unserer Worte. Es lohnt sich also, sich das immer wieder aufs Neue bewusst zu machen: Deine Worte haben Macht. Das ist umso wichtiger, weil es viele Situationen in unserem Leben gibt, in denen es uns leichter fällt, lebenszerstörende Worte zu formulieren als lebensbringende. Etwa wenn um drei Uhr nachts dein Kind schreit und es dir ohnehin schon an Schlaf mangelt. Und doch ist es gerade in solchen Situationen entscheidend, einen Lebensstil zu entwickeln, der von lebensbringenden Worten geprägt ist. Das lässt sich auf nahezu jede Situation in unserem Alltag übertragen. 

Nimm dir einfach mal ein paar Minuten Zeit und denke darüber nach, welche Worte du in der letzten Woche über andere und dein eigenes Leben ausgesprochen hast. Hast du dich bei deinem Partner über eine offene Zahnpasta-Tube beschwert? Hast du ein lobendes Wort an deine Kollegen ausgesprochen? Hattest du Versagensängste? Oder warst du an jedem Tag voller Hoffnung? Oftmals fällt es uns leichter, lebensbringende Worte über andere auszusprechen, während wir selbst von Unsicherheit und dem „Ich schaffe das nicht“ - Symptom geplagt werden. 

Hier sind zwei kleine Prinzipien, wie du lebensbringende Worte für dich und andere in deinem Alltag verankern kannst. 

1. Wenn du nichts Hilfreiches zu sagen hast, sag lieber gar nichts. 

Epheser 4:29 Redet nicht schlecht voneinander, sondern habt ein gutes Wort für jeden, der es braucht. Was ihr sagt, soll hilfreich und ermutigend sein, eine Wohltat für alle.

2. Wenn du etwas Gutes zu sagen hast, dann sag es. 

Jedes mal, wenn du etwas Gutes in einem Menschen siehst, sag es ihm! Schreib ihm eine Nachricht, ruf ihn an - was auch immer, Hauptsache, du lässt es nicht unausgesprochen! 

Sprüche 16:24 Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper.

Und das gilt nicht nur für andere. Wir dürfen und müssen auch über uns selbst lebensbringende Worte aussprechen und uns selbst ermutigen. Wir müssen uns in Gott stärken. Das funktioniert nicht immer von heute auf Morgen, das braucht Übung. Deshalb hier eine kleine Übung für deinen Alltag: Hänge in Gedanken den Halbsatz „und so wünsche ich es mir“ hinter Worte, die du über andere und dich selbst aussprichst. Wenn du etwa denkst: „Meine Ehe läuft nicht, das wird bestimmt in einer Scheidung enden…“ funktioniert dieser Halbsatz natürlich nicht. Ein anderes Beispiel: „Wir stecken gerade mitten in einem finanziellen Engpass und versuchen, das zu ändern und einen freigiebigen Lebensstil zu etablieren.“ Hier kannst du den Halbsatz „und so wünsche ich es mir“ anhängen. Wo auch immer du diesen kleinen Satz an deine Gedanken und Worte über dich und andere anhängen kannst, sind es lebensbringende Worte. 

Impressionen von unserem Gottesdienst am 25.09.2016: