Teil 2 unserer Predigtserie NATÜRLICH ÜBERNATÜRLICH: Update verfügbar

„Der selbe Geist, der Jesus von den Toten auferweckt hat, lebt auch in dir.“ So stark startete Dom am letzten Sonntag in Teil 2 unserer Predigtserie NATÜRLICH ÜBERNATÜRLICH. Unter dem Titel Update verfügbar drehte sich die Predigt diesmal um den Heiligen Geist.

Dom legte mit einem ganz einfachen Bild aus unser aller Alltag los: „Update verfügbar“ ist eine Meldung, die wir Smartphone-Besitzer bestens kennen und die wir häufig aus ganz verschiedenen Gründen ignorieren. Wir sind nicht im WLan, der Akku ist leer, keine Zeit, und und und… Wer die lästige Meldung zu lange ignoriert, muss mit den Konsequenzen leben: Apps funktionieren nur noch eingeschränkt. Was das mit dem Heiligen Geist zu tun hat? Ganz einfach: Oftmals haben wir eine veraltete „Version“ des Heiligen Geists auf dem Schirm, die nicht mehr richtig funktioniert und dringend ein Update bräuchte, um wieder alltagstauglich zu sein. Und um eben dieses Update hat sich Dom am Sonntag morgen gekümmert.

In 5 Schritten zur „aktuellsten Version des Heiligen Geistes“:

1. Der Heilige Geist ist das Betriebssystem - keine App

1. Korinther 2:1-5 Liebe Brüder und Schwestern! Als ich zu euch kam und euch Gottes Botschaft brachte, die bisher noch nicht bekannt war, habe ich das nicht mit geschliffener Rede und menschlicher Weisheit getan. Ich wollte von nichts anderem sprechen als von Jesus Christus und seinem Tod am Kreuz. Dabei war ich schwach und elend und zitterte vor Angst. Was ich euch sagte und predigte, geschah nicht mit ausgeklügelter Überredungskunst, durch mich sprach Gottes Geist und wirkte seine Kraft. Denn euer Glaube sollte sich nicht auf Menschenweisheit gründen, sondern auf Gottes rettende Kraft.

Der Heilige Geist ist nicht etwa „Zubehör“ für unser Leben - vielmehr ist er der Motor, der unser Dasein antreibt. Das fällt nicht immer leicht zu verstehen, weil der Heilige Geist so schwer für uns greifbar ist. Gott als Vater - das ist ein Bild, mit dem wir häufig viel einfacher etwas anfangen können. Und auch Jesus, als seinen Sohn und unseren Erlöser, können wir meistens verstehen und annehmen. Aber wo genau sollen wir den Heiligen Geist einordnen? Und müssen wir das überhaupt? Die klare Antwort: Ja. Er ist genauso wichtig, wie Gott und Jesus es sind, denn die drei leben in einer Einheit (Trinität). Aber:

„Wichtiger, als den Heiligen Geist genau zu verstehen, ist es, ihm zu gehorchen.“


2. Der Heilige Geist macht dich demütig, nicht arrogant

Klingt logisch - schließlich war Jesus ein Mensch voller Demut. Und doch schauen wir vielleicht auf Erfahrungen zurück, in denen wir Menschen erlebt haben, die mit den ihnen geschenkten Geistesgaben arrogant umgehen.

Im Bibelvers oben lesen wir, dass Paulus schwach, elend und zitternd vor Angst war, als er zur Gemeinde in Korinth sprach. Alles, was ihn trotzdem antrieb, war der Geist Gottes und seine Kraft, die in ihm wirkte - nicht etwa Menschenweisheit oder gar rhetorische Fähigkeiten. Eine wichtige Erkenntnis, die wir mit in unseren Alltag nehmen und anwenden dürfen, ganz gleich wo und wann. Ein passendes Beispiel: Die KCC wurde in der vergangenen Woche ein Jahr alt. In diesen 12 Monaten haben sich viele Menschen von Gott gebrauchen lassen, um sein Reich zu bauen. Dabei ist allen klar: Die Tatsache, dass wir heute Gottesdienste im Cinedom feiern, ist nicht der Verdienst einzelner - sondern vielmehr das Ergebnis von Gottes Kraft, die auch in uns wirkt.

3. Der Heilige Geist schafft Einheit, keine Spaltung

Die Tatsache, dass manche Menschen Geistesgaben empfangen haben, über die andere nicht verfügen, darf nicht dazu führen, dass wir Christen in Klassen unterteilen. Sprachengebet, Prophetie, die Gabe der Unterscheidung… Gaben sorgen nicht für dafür, dass es eine Hierarchie unter Christen gibt.

1. Korinther 13:1 Wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja, mit Engelszungen reden kann, aber ich habe keine Liebe, so bin ich nur wie eine dröhnende Pauke oder ein lärmendes Tamburin.

Was am Ende zählt, sind die Früchte des Heilgen Geistes, nicht die Gaben selbst. Die Liebe ist eine solche Frucht, ebenso wie Geduld, Barmherzigkeit und viele weitere.

4. Der Heilige Geist ist wild, aber nicht komisch

Wir sind komisch - nicht Gott.

1. Korinther 2:6-8 Dennoch erkennt jeder im Glauben gereifte Christ, wie wahr und voller Weisheit diese Botschaft ist, auch wenn diese Welt und ihre Machthaber das nicht als Weisheit gelten lassen wollen. Aber die Welt mit all ihrer Macht wird untergehen. Die Weisheit, die wir verkünden, ist Gottes Weisheit. Sie bleibt ein Geheimnis und vor den Augen der Welt verborgen. Und doch hat Gott, noch ehe er die Welt schuf, beschlossen, uns an seiner Weisheit und Herrlichkeit teilhaben zu lassen. Von den Herrschern dieser Welt hat das keiner erkannt. Sonst hätten sie Christus, den Herrn der Herrlichkeit, nicht ans Kreuz geschlagen.

Gott hat einen Plan für diese Welt, der über allem steht. Dabei zu sein ist ein großes Privileg. Deshalb ist es nicht komisch, von Gott zu hören - es ist komisch wenn du nichts von ihm hörst (Hören ist dabei nicht wörtlich gemeint - Gott kann auch durch andere oder durch Impulse und Situationen zu dir sprechen). Die Herausforderung ist es, das anzunehmen und zu verstehen, dass es der Heilige Geist ist, der in dir wirkt. Wir müssen auf die Dinge achten, die uns der Heilige Geist im Alltag zeigt - auch dann, wenn wir sie nicht direkt verstehen. Gott weiß was er tut, wenn er dich leitet. Deshalb fordert uns Dom auf, unseren „geistlichen Flugmodus" auszuschalten, auf Empfang zu stellen und darauf zu hören, was Gott heute mit uns vorhat.

1. Korinther 2:9-12 Es ist vielmehr das eingetreten, was schon in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist: "Was kein Auge jemals sah, was kein Ohr jemals hörte und was sich kein Mensch vorstellen kann, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben." Uns aber hat Gott durch seinen Geist sein Geheimnis enthüllt. Denn der Geist Gottes weiß alles, er kennt auch Gottes tiefste Gedanken. So wie jeder Mensch nur ganz allein weiß, was in ihm vorgeht, so weiß auch nur der Geist Gottes, was Gottes Gedanken sind. Wir haben nicht den Geist dieser Welt bekommen, sondern den Geist Gottes. Und deshalb können wir auch erkennen, was Gott für uns getan hat.


5. Der Heilige Geist ist eine Person, keine Macht

In der Bibel werden ganz unterschiedliche Symbole benutzt, um den Heiligen Geist zu beschreiben, etwa eine Taube. Doch dabei geht es um seinen Charakter - denn der Heilige Geist ist eine Person, zu der wir einen Beziehung aufbauen können.

1. Korinther 2:13-16 Was wir euch verkünden, kommt nicht aus menschlicher Klugheit, sondern wird uns vom Geist Gottes eingegeben. Und so können wir Gottes Geheimnisse verstehen, weil wir uns von seinem Geist leiten lassen. Der Mensch kann mit seinen natürlichen Fähigkeiten nicht erfassen, was Gottes Geist sagt. Für ihn ist das alles Unsinn, denn Gottes Geheimnisse erschließen sich nur durch Gottes Geist. Der von Gottes Geist erfüllte Mensch kann alles beurteilen, er selbst aber ist keinem menschlichen Urteil unterworfen. Es steht ja schon in der Heiligen Schrift: "Wer kann die Gedanken des Herrn erkennen, oder wer könnte gar Gottes Ratgeber sein?" Nun, wir haben den Geist Christi empfangen und können ihn verstehen.

Der Heilige Geist ist natürlich übernatürlich - er möchte uns führen und leiten. Sei dafür offen, dass Gott dich benutzen möchte. Bei deiner Arbeit, in deiner Freizeit und wo auch immer du gerade bist.

Impressionen von unserem Gottesdienst am 03.07.2016