Teil 3 unserer Predigtserie | er:füllt(e) Berufung

Unser Gottesdienst in Saal 10 des Kölner Cinedom war auch am vergangenen Sonntag wieder „ganz großes Kino“. Dazu beigetragen hat unter anderem Dom’s Einstieg in Teil 3 der Predigtserie er:füllt, in dem er uns an eine Szene aus "Der König der Löwen" erinnert hat. Diese Szene haben wir natürlich für euch gefunden hier eingebunden. Seht selbst: 

Dieser Gänsehautmoment, als Simba auf den Geist seines Vaters trifft und er ihm eindringlich sagt „Hör auf dein Herz“, führte uns ohne Umschweife zum Thema der Predigt: Erfüllte Berufung

„Wer bist du eigentlich? Was macht dich aus? Was ist deine Identität?“

Die Frage nach Identität wird in unserer Gesellschaft heute viel diskutiert - aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Dabei gehen wir oft davon aus, dass es die Ereignisse in unserem Leben sind, die unsere Identität bestimmen. Ein Beispiel: Ein Vater, der oft nicht zuhause ist, weil er viel arbeitet und es deshalb immer wieder verpasst, Zeit mit seinem Kind zu verbringen, denkt, er sei ein schlechter Vater. Doch so ist es nicht. Nicht das Ereignis formt unsere Identität, sondern das, was wir über das Ereignis glauben. Ein Vater, der wenig Zeit hat, ist kein schlechter Vater - er muss an seinem Zeitmanagement arbeiten und bewusst einige Stunden für die Familie einplanen. Es kommt also letztlich darauf an, zu wissen, wer man ist, was die eigene Berufung ist. Dom gab uns in seiner Predigt drei Dinge mit auf den Weg, die dazu beitragen, genau das zu verstehen. 

1. Kind Gottes

Unsere erste Berufung ist es, zu begreifen, dass wir ein Kind Gottes sind. In Galater 3:26 heißt es: Denn durch den Glauben an Jesus Christus seid ihr nun alle zu Kindern Gottes geworden. Und in Jeremia 29:11 steht geschrieben: Denn ich alleine weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der Herr, werde euch Frieden schenken und euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. 

Für uns bedeutet das: Gott hat einen guten Plan für unser Leben, lange bevor wir diesen Plan verstehen. Dabei gilt es, sich auch immer etwas von dem kindlichen Glauben zu bewahren und auch einfach mal zu springen in dem Vertrauen, dass wir aufgefangen werden. 

2. Verbringe Zeit in seiner Gegenwart

Schon vor Beginn der Welt, von allem Anfang an, hat Gott uns, die wir mit Christus verbunden sind, auserwählt. Wir sollen zu ihm gehören, befreit von aller Sühne und Schuld. aus Liebe zu uns hat er schon damals beschlossen, dass wir durch Jesus Christus seine eigenen Kinder werden sollen, Dies war sein Plan, uns so gefiel es ihm. (Epheser 1: 4-5)

„Manchmal scheint es, als sei Religion eine Liste von Do’s and Don’ts. Doch was sich Jesus eigentlich wünscht, ist eine Beziehung mit uns.“ 

stellte Dom fest und betont, dass es weder an ihm noch an uns sei, andere zu verurteilen - denn letztlich ist es Jesus der verändert. Er berichtet, dass er in den letzten Jahren schon so vielen Menschen begegnet ist, die davon überzeugt sind, dass ihr Taten Einfluss darauf haben, wer sie sind. Doch um zu wissen, wer wir sind, müssen wir Zeit mit Gott verbringen und hören, was er mit uns vor hat. Deshalb die klare Aufforderung von Dom: „Geh Café trinken mit Gott. Verbringe Zeit in seiner Gegenwart.“ 

3. Lass dich senden

Wenn wir wissen, dass wir Kinder Gottes sind, spüren auch die Menschen in unserem Alltag, dass etwas anders ist - etwas besonders ist. In Galater 2:20 schreibt der Apostel Paulus: Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat.

Paulus’ Aussage hat heute im Leben eines jedes Christen eine große Bedeutung. Dom fasste es so zusammen: „Wenn ihr euch senden lasst, seid ihr die Ermutiger eures Umfeldes. Ihr seid die Hände, Füße und der Mund Gottes.“ Ein wunderbarer Gedanke, den wir mit in die Woche nehmen und der uns im Alltag begleiten darf. Spüren unsere Kollegen, Nachbarn und Freunde, dass wir mit Jesus unterwegs sind, dass wir Kinder Gottes sind? Wenn Got uns fragt, ob wir mit von der Partie sind und wir das von Herzen bejahen können, passieren die unglaublichsten Dinge. 

Impressionen von unserem Gottesdienst am 08.05.2016