HUMAN - Gott wurde Mensch | Teil 1: Wunderbarer Ratgeber

„Dass Gott Mensch wurde und auf die Erde kam - als kleines Baby - das ist schon ganz schön krass.“ Mit dieser Aussage startete Dom am vergangenen Sonntag in die neue Predigtserie HUMAN - Gott wurde Mensch. 

Doch was bedeutet es für uns, dass Gott Mensch wurde? 

Im alten Testament, in Jesaja 9, Vers 5 lesen wir: 

Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn »Wunderbarer Ratgeber«, »Starker Gott«, »Ewiger Vater«, »Friedensfürst«. 

Jesaja hatte schon 700 Jahre, bevor Jesus auf die Welt kam, dieses Ereignis prophezeit. Ist das nicht unglaublich? Und schon damals hat er ihm viele Bezeichnungen bzw. Eigenschaften zugeschrieben. Teil 1 der neuen Predigtserie widmet sich Jesus als „wunderbarem Ratgeber“. 

Die Stimme, der du zuhörst, ist die Stimme, die die Richtung deines Lebens bestimmt. 

Gott kann sich mit dir identifizieren. Er weiß und versteht, was du fühlst. Er kennt dich. Er ist nicht fremd. Ganz gleich, ob du fröhlich oder traurig bist - er ist da, als dein wunderbarer Ratgeber. Und er möchte, dass du seine Stimme vor allen anderen hörst. Das ist im Alltag nicht immer einfach, weil so viel auf uns einprasselt. Wie also kannst du Jesus als wunderbaren Ratgeber annehmen? 

Jesaja 55:1-3 Der Herr ruft: »Ihr habt Durst? Kommt her, hier gibt es Wasser! Auch wer kein Geld hat, kann kommen. Nehmt euch Brot und esst! Hierher! Hier gibt es Wein und Milch. Bedient euch, es kostet nichts! Warum gebt ihr euer sauer verdientes Geld aus für Brot, das nichts taugt, und für Nahrung, die euch nicht sättigt? Hört doch auf mich und tut, was ich sage, dann habt ihr es gut! Ihr dürft köstliche Speisen genießen und euch daran satt essen. Hört mir zu und kommt her! Ja, nehmt meine Worte an, dann werdet ihr leben!Ich will einen Bund für alle Zeiten mit euch schließen und euch die Gnade erweisen, die ich David versprochen habe. 

Oft führen wir einen inneren Kampf. Mit Gedanken, mit Ereignissen und anderen Dingen, mit denen wir täglich konfrontiert sind. Wie können wir sicher stellen, diesen Kampf zu gewinnen - also der Stimme Gottes Folge zu leisten? 

1. Rede & Antwort 

Wenn Gott redet, dann passiert etwas. Dabei kann man Gottes Reden in seinem eigenen Leben auf ganz unterschiedliche Weise wahrnehmen. Und Gott hat dich befähigt, zu antworten. Obwohl wir täglich 60 Tausend Gedanken haben und 48 Tausend davon negativ sind - jedenfalls wenn man verschiedenen Studien Glauben schenkt. Aber: Es ist deine Entscheidung, welchen Gedanken du folgst. Es ist deine Entscheidung, wie du auf das Reden Gottes in deinem Leben antwortest. 

2. Der Kampf ist in mir 

Charles Huddon Spurgeon, einer der größten Prediger überhaupt, sagte einmal: „Nimm dich vor keinem außer dir selbst in acht. Wir tragen unsere schlimmsten Feinde in uns.“ Ganz egal, was dein Hintergrund ist, wo du her kommst: Der größte Kampf deines Lebens findet zwischen deinem linken und rechten Ohr statt.

3. Dialog und Zukunft

Die meisten Bücher zum Thema positives Denken sagen, dass deine negativen Gedanken einen Menschen unglücklich machen. Und dass es dich abhält von Dingen, die du genießen könntest. Beides ist wahr. Aber das schlimmste Resultat von einem negativen Dialog ist, dass er dich davon abhält, die Zukunft zu leben, die Gott für dich vorbereitet hat. Fragst du dich manchmal, wie die Zukunft von den Menschen um dich herum aussähe, wenn sie nicht den Lügen und Unwahrheiten negativer Gedanken glauben würden? Der Feind kann viele Formen annehmen - er ist kreativ. Denken wir nur an Adam, Eva und die Schlange… Sie war listiger, als alle anderen Tiere, die Gott schuf. Eva ist einen Dialog mit dem Feind eingegangen - und sobald das geschah, war alles andere verloren. Du entscheidest, welchen Dialog du eingehst. Du bist kein hilfloses Opfer deiner Gedanken. 

4. Voraussetzung & Verheißung 

Es ist entscheidend für unser Leben, wie wir unsere Gedanken kontrollieren und wem wir zuhören. Jesus kannte diesen Kampf in uns selbst nur zu gut. Er hat ihn selbst sogar einmal geführt, als er vom Geist Gottes in die Wüste geleitet wurde, wo er den Versuchungen des Teufels ausgesetzt war (Matthäus 4). In Versuchung zu sein, ist keine Sünde. Sünde passiert, wenn wir der Versuchung nachgeben. Der Teufel forderte Jesus nach 40 Tagen Fasten heraus „Wenn du Gott bist, dann mach aus diesen Steinen Brot.“ Der Feind trifft uns da, wo wir am schwächsten sind. Hunger, Müdigkeit, Einsamkeit. In diesen Momenten müssen wir besonders darauf achten, der falschen Stimme nicht zu viel Raum zu geben. So wie Jesus in der Wüste vor 2000 Jahren. Er antwortete dem Teufel mit einer Verheißung. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von allem, was Gott ihm zusagt.“ (Matthäus 4:3) Das dürfen wir auch für unser Leben wissen. Wir machen Dinge, weil wir wissen, dass Gott es kann. 

5. Suchen & Ersetzen 

Finde in deinem Leben das, was nicht von Gott ist - und ersetze es! Ersetze es durch das, was Gott für dein Leben vorgesehen hat. Es gibt so vieles, das dich beeinflusst. Lass dich davon nicht nicht in die Irre führen. Gewähre dem Heiligen Geist Raum in deinem Leben und räume auf mit negativen, unwahren Gedanken über dich selbst und andere. 

6. Was immer, was immer 

Du selbst kannst entscheiden, was du hörst. Kennst du den „Noise Cancelling“ Knopf an modernen Kopfhörern? So wie mit diesem Kopfhörer ist es in deinem Leben. In Philipper 4:8 steht: 

Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit Dingen, die auch euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen. 

Impressionen von unserem Gottesdienst am 04. Dezember 2016