HUMAN - Gott wurde Mensch | Teil 2: Jesus, der starke Gott

Jesaja 9:5 Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn »Wunderbarer Ratgeber«, »Starker Gott«, »Ewiger Vater«, »Friedensfürst«. 

Mit diesem Vers aus Jesaja starteten wir in unsere aktuelle Predigtserie HUMAN - Gott wurde Mensch. In Teil 1 haben wir uns dem „Wunderbaren Ratgeber“ gewidmet. In Teil 2 geht es nun um den „Starken Gott“. 

Stark: Was bedeutet das? Mächtig, tapfer, belastbar, Achtung gebietend… Passt das so richtig zu unserem Bild von Jesus? Oder denken wir nicht manchmal an den bärtigen, friedlichen Mann im langen Gewand? Tatsächlich ist Jesus mehr als „dieser Typ mit dem Bart“. Gedanklich wollen wir deshalb einfach mal etwas „Muskelmasse“ zu unserem Jesus-Bild hinzufügen. 

Markus 8:27-29 Jesus und seine Jünger kamen nun in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er seine Jünger: »Für wen halten mich die Leute eigentlich?« Die Jünger erwiderten: »Einige meinen, du seist Johannes der Täufer. Manche dagegen halten dich für Elia und manche für einen anderen Propheten von früher.« »Und ihr – für wen haltet ihr mich?«, wollte er wissen. Da antwortete Petrus: »Du bist der Christus, der von Gott gesandte Retter!« 

Wie siehst du Jesus?

Hebräer 1:1-3 In der Vergangenheit hat Gott immer wieder und auf vielfältige Weise durch die Propheten zu unseren Vorfahren gesprochen. Doch jetzt, in dieser letzten Zeit, sprach Gott durch seinen Sohn zu uns. Durch ihn schuf Gott Himmel und Erde, und ihn hat er auch zum Erben über alles eingesetzt. In dem Sohn zeigt sich die göttliche Herrlichkeit seines Vaters, denn er ist ganz und gar Gottes Ebenbild. Sein Wort ist die Kraft, die das Weltall zusammenhält. Durch seinen Tod hat er uns von unserer Schuld befreit und nun den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, an der rechten Seite Gottes, dem alle Macht gehört.

Sein Wort ist die Kraft, die das Weltall zusammenhält. Ganz schön stark, oder? Um Jesus als starken Gott zu betrachten, müssen wir einige Dinge unterscheiden:

1. Licht vs. Dunkelheit 

Lukas 4:18-19 »Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich berufen und bevollmächtigt hat. Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen. Ich rufe Freiheit aus für die Gefangenen, den Blinden sage ich, dass sie sehen werden, und den Unterdrückten, dass sie von jeder Gewalt befreit sein sollen. Ich verkünde ihnen ein Jahr, in dem der Herr seine Gnade zeigt.«

Der „Kampf“ zwischen Licht und Dunkelheit beherrscht unsere Welt. Deshalb ist es unser Auftrag als Christen, die Stärke Gottes so einzusetzen, dass wir damit Menschen dienen, die schwach und benachteiligt sind. Kirche ist ein Ort, wo Menschen gesund werden - seelisch, geistlich und körperlich. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die KCC mit ihrem Social Team Sonntag Morgens in den Straßen von Köln unterwegs, um Obdachlosen zu begegnen und sie mit heißem Kaffe, Tee, etwas zu Essen und einem offenen Ohr zu versorgen. 

Klar ist aber auch: Im Gottesdienst fällt es uns besonders leicht, Christ zu sein. Doch wie ist es am Montag morgen? Als Kirche wollen wir Jesus so stark machen, dass für viel mehr als nur den Sonntagmorgen reicht. 

2. Sicherheit vs. Risiko

Lukas 4:33-35 Überlegt auch ihr vorher, ob ihr wirklich bereit seid, alles für mich aufzugeben und mir nachzufolgen. Sonst könnt ihr nicht meine Jünger sein. Salz ist gut und notwendig. Wenn aber das Salz fade geworden ist, wodurch soll es seine Würzkraft wiedergewinnen? Es taugt nicht einmal als Dünger für den Acker. Man muss es wegwerfen. Wer Ohren hat, der soll auf meine Worte hören!«

Jesus nachzufolgen, ist kein „sicheres Spiel“. Er wird dich vielleicht in einer Weise herausfordern, wie du es nicht erwartet hast. Deshalb ist es wichtig, zu verstehen, dass es nicht um uns selbst geht - sondern um Jesus, wer er ist und welchen Auftrag er für unser Leben hat. Wenn du also bereit bist, dich von Gott gebrauchen zu lassen, dann sei nicht überrascht, wenn du dich gebraucht fühlst. Gerade weil Jesus so stark ist, kann das, wofür wir beten, auch eintreffen. 

Wie kannst du das für dich anwenden? Starte doch ganz einfach mit einer Angewohnheit, die dich daran erinnert, dass es nicht um dich geht. Arbeite zum Beispiel in einem der vielen KCC-Teams mit - oder engagiere dich ehrenamtlich für soziale Projekte und gemeinnützige Vereine. 

3. Alleine vs. Gemeinsam 

Denkst du manchmal, dass du ein Einzelkämpfer bist? In Markus 2 lesen wir von den vier Männern, die einen Gelähmten zu Jesus bringen wollen. Doch weil sie nicht zu ihm durchdringen können, klettern sie auf das Dach, decken es ab und lassen den Mann durch die Öffnung auf seiner Trage hinunter zu Jesus. Jesus heilte den Mann. Wer die vier Männer waren und wie sie hießen, wird nicht gesagt - und es ist auch völlig gleichgültig. Denn was zählt ist das, was sie hier gemeinsam erreicht haben. Sie haben ihren Freund zu Jesus gebracht, der im Wunder dieser Heilung seine Stärke zeigte. 

Wenn du zu Jesus kommst, verändern sich Dinge - weil er stark ist. 

Impressionen von unserem Gottesdienst am 18.12.2016