....Unser Platz am Tisch des Königs | Gastpredigt von Dave Ayling am 26.11.2017 ..Our Place at the King's Table | Sermon of guest-speaker Dave Ayling on November 26th 2017....

....Text von..Written by.... Maike Halfmann

....Jeremia 52: 31-34 37 Jahre nach der Gefangennahme von Jojachin, dem früheren König von Juda, wurde Ewil-Merodach König von Babylonien. Im 1. Jahr seiner Regierung, am 25. Tag des 12. Monats, begnadigte er Jojachin von Juda und holte ihn aus dem Gefängnis. Er behandelte ihn freundlich und gab ihm eine bevorzugte Stellung unter den Königen, die in Babylon gefangen gehalten wurden. Jojachin durfte seine Gefängniskleidung ablegen und bis an sein Lebensende an der königlichen Tafel essen. Der König von Babylonien sorgte auch sonst für seinen Unterhalt. Jojachin bekam täglich, was er zum Leben brauchte, bis er schließlich verstarb. ..

Jeremiah 52:31-34 And in the thirty-seventh year of the exile of Jehoiachin king of Judah, in the twelfth month, on the twenty-fifth day of the month, Evil-merodach king of Babylon, in the year that he began to reign, graciously freed Jehoiachin king of Judah and brought him out of prison. And he spoke kindly to him and gave him a seat above the seats of the kings who were with him in Babylon. So Jehoiachin put off his prison garments. And every day of his life he dined regularly at the king's table, and for his allowance, a regular allowance was given him by the king, according to his daily needs, until the day of his death, as long as he lived. ....


....Mit diesen starken und verheißungsvollen Versen stieg Pastor Dave Ayling aus der Derby City Church UK am vergangenen Sonntag in seine Predigt ein. Diese Verse zeigen uns, wie unglaublich gut es Gott mit uns meint - denn was der König für Jojachin tat, das tat Jesus für uns. ..With these strong and promising words Pastor Dave Aylin from the Derby City Church UK started his sermon this past Sunday. These verses show how incredible good God is to us because what the king had done for Jehoiachin is what Jesus has done for us. ....

....1. Er hat ihn befreit.

Gott hat unser Leben verändert. Vielleicht warst du noch nie im Gefängnis, aber alle von uns, die Freiheit in Jesus gefunden haben, wissen, was es heißt, befreit zu werden. Vielleicht bist auch du in einem selbstgebauten Gefängnis von Süchten, Depressionen oder Hoffnungslosigkeit. Vielleicht hast du Fehler gemacht, die dich einsam fühlen lassen, Aktionen oder Handlungen, die unglücklich geendet sind. Aber: Jesus kam, um dich zu befreien. Er ist gekommen, um Freiheit für die Menschen in Gefangenschaft zu bringen. Wir sollen in der Freiheit leben, die Gott uns gegeben hat. 

2. Er hat ihn gut behandelt.

Der König setzte den Gefangenen nicht nur frei, er hat ihn darauf hin auch gut behandelt. Ist es nicht toll, wenn andere Menschen liebe Dinge zu dir sagen? Das ist in unserer Zeit leider nicht mehr so häufig der Fall, es ist viel einfacher für die Menschen, negative Dinge von sich zu geben. Wenn du in deinem selbstgebauten Gefängnis sitzt, dann hörst du nicht viele gute Nachrichten. Auch, wenn etwas Nettes zu dir gesagt wurde. In Sprüche 12, 25 steht: „Sorgen drücken einen Menschen nieder, aber freundliche Worte richten ihn wieder auf.“ Das unglaubliche bei Gott ist, er redet niemals negativ zu uns. Er hat immer freundliche Worte für uns. Manchmal kommen wir zu Gott und haben die Erwartung, dass er wie andere Menschen zu uns redet. So oft kritisieren uns Leute, doch Gott redet immer gut zu uns. Wenn du in allen möglichen Umständen gefangen bist und Menschen dir sagen, dass nichts aus dir wird - hör das nicht drauf! Gott sagt zu dir, dass er einen Plan für dich hat, er glaubt an dich, er möchte dir Hoffnung geben, möchte deine Zukunft viel fruchtbarer machen, als deine Vergangenheit je hätte sein können. Deswegen spricht er freundliche Dinge in unser Leben. 

Dave erinnert sich an eins seiner ersten Gespräche in seiner Gemeinde. „Wenn ich etwas machen möchte, dann lässt Gott mich nicht. Wenn ich etwas nicht machen möchte, dann zwingt Gott mich dazu.“ Sein Gegenüber hatte ein total schlechtes Bild von Gott. Manchmal hält unsere eigene Gefangenschaft uns davon ab, die freundlichen Dinge, die Gott zu uns sagt, zu hören. 

3. Er stellte ihn wieder her.

Dieser König hat dem Gefangenen einen Ehrenplatz an seinem Tisch gegeben. Ein unglaubliches Bild der Rettung. Wir, die von Gott getrennt waren und ihn nicht kannten, die nicht in seine Gegenwart kommen konnten - plötzlich haben wir einen Ehrenplatz an seinem Tisch. Wir selber würden nicht jedem einen Platz am eigenen Tisch geben, aber Gott sagte zu uns, dass er uns hoch hebt und uns das Recht gibt, in seine Gegenwart zu kommen. Es steht in der Bibel, dass er uns aus dem Sumpf geholt hat und unsere Füße auf einen Felsen gestellt hat. Genau wie der König den Gefangenen befreit hat und einen Ehrenplatz an seinem Tisch gegeben hat, genau so befreit dich Jesus. Es gibt nichts, womit du dir das verdienen kannst, du bekommst es einfach geschenkt. Denn Jesus ist am Kreuz gestorben, damit du wieder hergestellt wirst. 

4. Er aß mit ihm. 

Dies steht im letzten Teil des Kapitels. Stell dir vor, du isst 37 Jahre Gefängnisessen und darfst auf einmal neben dem König an seinem Tisch sitzen und speisen. Heute darfst du in die Gegenwart Gottes kommen und genau das Gleiche mit ihm machen. Wobei es hier nicht einfach um das gemeinsam Essen geht, sondern viel mehr die Intimität, die damit verbunden ist. Jesus sagt in der Offenbarung 3, 20: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ Er redet nicht über Essen, er redet über Gemeinschaft und Freundschaft. 

5. Er sorgte für ihn.

Im letzten Vers des Buchs Jeremia steht, dass der König sich bis an sein Lebensende um Jojachin kümmert und ihm eine Leibrente zahlte. Stell es dir mal bildlich vor: Du bist 37 Jahre deines Lebens im Gefängnis, abgeschnitten vom König. Dann kommt der Tag, an dem du befreit wirst und den Ehrenplatz bekommt. Leute, die negativ zu dir gesprochen haben, waren auf einmal freundlich, weil du in der Gegenwart des Königs bist. Auf einmal sitzt du beim König am Tisch, isst gemeinsam mit ihm und bekommst noch ein Teil seines Reichtums ab. Das ist ein Bild von Gottes Gnade - wie er in unser Leben kommt. Versuche zu verstehen, dass Gott dich liebt. Denn was der König für Jojachin getan hat, tut er auch für dich. 

In Jeremia 52,33 steht, das Jojachin seine Gefängniskleider ablegen durfte. Du musst aufhören, wie ein Gefangener zu denken und zu leben, wenn du das annehmen möchtest, was Gott dir geben will. Du kannst nicht in deiner Gefängniskleidung am Tisch des Königs sitzen. Du musst dich verändern. Dave hat den Eindruck, dass viele Christen in ihrer Gefängniskleidung in der Gegenwart des Königs stehen und die Mentalität eines Sklaven besitzen. Wir denken, dass unser Lohn größer ausfallen wird, je besser wir sind. Manche von uns müssen die Gefängniskleidung ablegen und uns ändern. Doch wie klappt das? 

Als erstes muss unsere Identität verändert werden. Du musst anders über dich denken und verstehen, dass deine vergangenen Fehler nicht den Segen deiner Zukunft ausmachen. Die Bibel sagt, dass du ein neuer Mensch bist, wenn du in Jesus bist. Das Alte ist vergangen, denn Jesus hat dich verändert. Heute bist du ein Kind des Königs, deine Identität ist eine Neue und das heißt es, am Tisch des Königs zu sitzen. 

Als zweites muss du dein Denken ändern. Du musst das Denken eines Gefangenen hinter dir lassen, dich frei machen und Gott vertrauen. Du musst verstehen, dass Gott gute Dinge für dich geplant hat. Wir wissen zwar, dass das die Bibel sagt, aber wir denken dennoch wie ein Gefangener. Unser Denken ist wegen unserer Umstände oder anderem immer noch eingeschränkt. Wir müssen Gott mitteilen, dass wir ihm vertrauen und daran glauben, dass er Gutes für uns parat hat. 

Als letztes muss du deine Perspektive ändern. Bis an sein Lebensende durfte Jojachin am Tisch des Königs sitzen, weil er an ihn glaubte und sich für ihn entschied. Wir müssen jeden Tag im Glauben leben, nur so können wir die Gefängniskleidung ablegen. Es gibt viele Menschen, die im Nachfolgen super sind. Doch sobald etwas schlechtes passiert, denken sie, sie haben Gott enttäuscht und das ist seine Bestrafung dafür. Das ist die Mentalität eines Gefangenen. Aber Jesus hat uns befreit.

Leg die Gefängniskleidung ab. Halt daran fest, was Jesus für dich getan hat. Er hat wundervolle und ermutigende Worte für dein Leben, er hat dich wieder hergestellt und dir ein Ehrenplatz gegeben. Er versorgt dich bis an dein Lebensende. ..

1. He freed him

God has changed our lives. Maybe you’ve never been in prison, but everyone of us who have found freedom in Jesus Christ knows what it means to be freed. Maybe you’re in a self-made prison of addiction, depression or hopelessness. Maybe you’ve made mistakes that make you feel alone or actions that have ended badly. Jesus came to free you. He came to bring freedom to the people in captivity.  We shall live in the freedom that God has brought us.

2. He treated him well

The king didn’t just set the prisoner free but he also treated him well afterwards. Isn’t it great when others say nice things to you? Sadly enough this doesn’t happen too often anymore. It has become much easier for people to say negative things. When you’re taken captive in your own prison you don’t hear many good things anymore, even if something nice has been said to you. In Proverbs 12, 25 it is written: „Anxiety in a man's heart weighs him down, but a good word makes him glad.“ What’s unbelievable with God is that He never talks negatively to us. He always has kind words for us. Sometimes we come before God and expect Him to talk to us like other people do. People criticize us so often but God always speaks kindly to us. When you’re taken captive by different things in life and people tell you it’s hopeless and you’re never going to get out of the situation - don’t ever listen to that! God tells you that He has a plan for you. He wants to give you hope and a future that is much more fruitful then your past could have ever been. This is why He speaks kind things into our lives.

Dave remembered one of his first conversations as a pastor in his church. „When I want to do something God doesn’t let me. When I don’t want to do something God forces me to do it.“ The person he was talking to had a very negative image of God. Sometimes our captivity keeps us from hearing the kind things God tells us.

3. He restored him

This king gave the prisoner a place of honor at his table. Isn’t that an incredible picture of salvation? We who had been separated from God, who couldn’t come into his presence, we have received a place of honor at His table. We ourselves wouldn’t give everyone a place at our table. But God told us that He lifts us up and gives us the right to enter His presence. It is written in the Bible that He has saved us from the swamp and placed our feet on a rock. In the same way the king has freed the prisoner and seated him in a place of honor at his table Jesus has freed you. There’s no possible way for you to earn this. You are given this freedom as a gift, because Jesus has died on the cross so that you will be restored.

4. He ate with him

This is written in the last part of the chapter. Imagine having to eat prison food for 37 years and then suddenly sitting at the king’s table and dining with him. Today you are invited to enter into God’s presence and do the same with Him. This isn’t just about eating together. It’s rather about the intimacy that comes with this. Jesus says in Revelation 3, 20: „Behold, I stand at the door and knock. If anyone hears my voice and opens the door, I will come in to him and eat with him, and he with me.“ He isn’t talking about eating. He’s talking about fellowship and friendship.

5. He cared for him

In the last verse of the book of Jeremiah it is written that the king cared for Jehoiachin for the rest of his life and paid him a pension. Imagine that: you’re in prison for 37 years of your life, totally cut-off from the king. Then suddenly the day comes when you’re being freed and you get the place of honor. People who had spoken negatively to you are all of a sudden kind because you are in the king’s presence. All at once you’re sitting at the king’s table, you’re eating with him and you even get a share of his wealth. That’s a picture of God’s grace - how He has entered our lives. Try to understand that God loves you! Because what the king has done for Jehoiachin He also wants to do for you.

In Jeremiah 52, 33 it is written that Jehoiachin was allowed to take off his prison clothes. You have to stop thinking and living like a prisoner if you want to take hold of what God wants to give you. You can’t sit at the king’s table in prison clothes. You have to change. Dave has the impression that many Christians stand in God’s presence wearing their prison clothes and having the mentality of a slave. We think our reward will be bigger the better we are. Some of us have to take off our prison clothes and change our way of thinking. But how is that possible?

First of all, our identity has to be changed. You have to start thinking differently about yourself and understanding that your past mistakes do not define your future blessings. The Bible says that you are a new creation when you are in Jesus. The old has passed because Jesus has changed you. Today you’re a child of the king. Your identity has become renewed -  this is what it means to sit at the king’s table.

Secondly, you have to change your thinking. You have to free yourself from the thinking of a prisoner and trust in God. You have to understand that God has planned good things for you. Even if we know that the Bible tells us this we still think like a prisoner. Our thinking is limited because of our situation or other things going on in our lives. We have to tell God that we trust Him and believe that He has something good in store for us.

And last, you have to change your perspective. Jehoiachin was allowed to sit at the king’s table for the rest of his life because he believed and made a decision for himself. We have to live every single day in faith. Only then will we be able to take off the prison clothes. There are many people who are great at following.  But as soon as something bad happens they believe that they have disappointed God and this is His punishment. This is the mentality of a prisoner but Jesus has set us free.

Take off the prison clothes. Take hold of what Jesus has done for you. He has wonderful and encouraging words for you. He has restored you and has given you a place of honor. He takes care of you for the rest of your life. ....

Heart for the House | 12.11.2017

Text von Maike Halfmann

Am vergangenen Sonntag haben wir unseren ‚Heart For The House‘ Gottesdienst gefeiert - den wohl wichtigsten Gottesdienst des Jahres. Wir haben gemeinsam in die Vergangenheit geblickt, auf all das, was Gott für uns getan hat - und auch in die Zukunft, auf das, was Gott für uns vorbereitet hat. 

Vor 2 Jahren haben Dom und Sarah mit der Church in ihrem eigenen Wohnzimmer gestartet. Sie hatten keinen Sponsor, der ihnen alles finanziert hat - aber es waren die Menschen da, die das alles möglich gemacht haben. Dom erzählte von der aufregenden Anfangszeit und seinem Wunsch, Menschen, die noch nie etwas von Jesus gehört hatten, mit ihm zusammen zu führen. Und ob mit 15 Leuten im Wohnzimmer oder mit mehr als 500 Leuten im Gottesdienst - genau das machen wir heute auch noch. In Sprüche 29, 18 gibt es einen tollen Vers dazu. 

Gott baut sein Haus, seine Kirche durch Menschen. Jeder Einzelne ist mit einzigartigen Fähigkeiten gesegnet, mit denen er dazu beitragen kann, dass die Church immer weiter wächst und immer mehr Menschen von Jesus erfahren dürfen. Gott hat uns den Auftrag gegeben, seine Nachricht zu verbreiten und sein Reich zu bauen. In 1. Mose 2, 15 steht: ‚Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.‘ Das hebräische Wort für bebauen heißt wörtlich ‚es besser machen‘. Adam und Eva sollten den Garten besser machen. Und genau das sollen wir mit unserer Church machen - du hast die Chance, diese Kirche zu einem besseren Ort für Menschen zu machen, die hier Jesus erleben können. Ist das nicht total genial? Seit unserem Visionssonntag in 2016 bis heute haben sich 125 Leute zum 1. mal für Jesus entschieden. Deshalb bauen wir Kirche. Vielleicht sitzt in einem Jahr auf dem Platz neben dir ein Mensch, der nur da ist, weil du aufstanden bist, geleuchtet und die Kirche zu einem besseren Ort gemacht hast. 

Epheser 2, 10: Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nun, was Gott schon im Voraus für uns geschaffen hat.

Gott hat uns für einen bestimmten Zweck erschaffen: Zuerst kommt immer Gottes Handeln und dann unsere Reaktion darauf. Und eins ist klar: Wenn wir für das, was wir tun, Gottes Hilfe nicht mehr benötigen, dann ist das, was wir tun, zu klein. Denn dann ist es machbar, es ist möglich es alleine zu schaffen. Aber wir wollen immer in einer Position bleiben, in der wir Gottes Hilfe brauchen und ihn darum bitten. 

„Wenn du nichts in deinem Leben hast, wofür du sterben würdest, dann hast du eigentlich auch nichts, wofür du leben würdest.“ (Dom)

Es gibt so viele Dinge in unserem Alltag, denen wir eine hohe Priorität geben, Dinge die uns wichtig sind. Aber das ist nichts, wofür wir auch sterben würden. Gott möchte uns auf die wichtigen Dinge in unserem Leben fokussieren. Es ist nicht wichtig, wie lange wir leben, sondern wie wir leben. Die Dauer unseres Lebens ist nicht wichtig, sondern der Grad unserer Hingabe. Wir leben nicht für uns selbst, wir wurden dafür erschaffen, um für etwas zu leben, das größer ist als wir selbst. Dort dienen wir und dann wirst du Erfüllung in deinem Leben erfahren, die du so vielleicht noch nie vorher hattest. Eine passende Bibelstelle findest du in 1. Petrus 4, 10. 

Es gibt niemanden, der von Gott keine einzigartige Begabung geschenkt bekommen hat. Du bist dir nicht sicher, was deine einzigartige Begabung ist? Dann ist unser Next Steps Kurs vielleicht genau das Richtige für dich!

Wenn wir von ‚Mein Herz für sein Haus‘ sprechen, reden wir nicht von einem Gebäude, sondern von Menschen. Wir wollen eine Kirche sein, wo Menschen sich einbringen, nach vorne gehen, einen Unterschied machen. Aber eine wichtige Frage ist: Wie siehst du Gottes Haus? Gehst du gerne hin oder ist es einfach nur ein weiterer Termin in deinem viel zu vollen Terminkalender, den du danach erleichtert abhaken kannst? 

Manchmal ist Kirche für uns wie ein Hotel. Du musst weder sauber machen, noch aufräumen, alles wird für dich erledigt. Aber ein Hotel ist nicht wie ein Zuhause. Zuhause gehört alles dir, es ist ein ganz anderes Gefühl nach Hause zu kommen, als in ein Hotel zurückzukehren. Und es ist super schade, dass viele Menschen Kirche eher als "Hotel" denn als ihr "Zuhause" sehen. Überlege dir, wie andere Menschen davon profitieren, dass DU im Gottesdienst warst - und nicht nur, wie du vom Gottesdienst profitieren kannst. Es geht nicht um dich, es geht darum, dass andere Menschen durch dein Leben gesegnet werden und du ihnen von Jesus erzählen darfst. Einen passenden Vers findest du in Psalm 92, 13-15. Egal in welchem Alter, egal zu welcher Jahreszeit. Du kannst Gott zu jeder Zeit dienen. 

Zum Abschlusses dieses Gottesdienstes haben wir uns drei sehr bewegende Zeugnisse von Menschen aus der KCC angeschaut, die erzählten, wie Gott in ihrem Leben gewirkt hat und was er für sie getan hat. Vielleicht erzählst du uns schon bald dein Zeugnis? 

Dein Beitrag

Du hast während des Gottesdienstes überlegt, ob und in welcher Höhe du dich finanziell am Wachstum der KCC beteiligen möchtest? Alle wichtigen Informationen zum Thema GEBEN findest du hier

VISION SUNDAY | ARISE + SHINE

Text von Daniel Lange

Einmal im Jahr findet in der Köln City Church der „Vision Sunday“ statt. An diesem besonderen Tag teilen unsere Pastoren Dom und Sarah, was Gott ihnen für das Jahr 2018 aufs Herz gelegt hat. Nach „Deep and Wide“ im Jahr 2016 und „Rooted“ 2017, steht das Jahr 2018 unter der Vision „Arise + Shine“.

Jesaja 60, 1-2: Steh auf, Jerusalem, und leuchte! Denn das Licht ist gekommen, das deine Finsternis erhellt. Die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir wie die Sonne. Dunkle Wolken bedecken die Erde, alle Völker leben in tiefer Nacht. Doch über dir leuchtet das Licht des Herrn auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. 

Wir glauben, dass eine klare Vision sehr wichtig für unser Leben und unsere Church ist. Eine solche Vision kommt allerdings nicht von unserem Pastor oder unserer Church, sondern ausschließlich von Gott.

Sprüche 29,18»Wenn keine Offenbarung da ist, verwildert ein Volk; aber wohl ihm, wenn es das Gesetz beachtet!«

Doch wie erfahren wir von Gottes Vision für unser Leben? In dem wir uns Zeit nehmen, beten und auf die Stimme Gottes hören. Wenn Gott zu uns spricht fangen wir an zu schreiben! Das Wichtigste jedoch ist, dass wir es verinnerlichen und auf unsere Herzen „schreiben“!

Habakuk 2,2: »Jahwe gab mir Antwort und sagte: "Schreib nieder, was du siehst, schreib es deutlich auf die Tafeln, dass man es fließend lesen kann. «

Eine Vision alleine reicht jedoch noch nicht - wir sollten uns aktiv dafür entscheiden, Gottes Vision zu folgen. Wir sollten aufstehen auch wenn wir stürzen, so dürfen wir nicht den Mut verlieren, auch wenn die Herausforderungen unüberwindbar scheinen. Selbst wenn uns das Aufstehen immer schwerer fällt und wir am Ende nur noch „humpeln“ können, unser Herz hat das Ziel immer fest im „Blick“.

Philipper 1,6: »Ich bin ganz sicher, dass Gott sein gutes Werk, das er bei euch begonnen hat, zu Ende führen wird, bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus kommt. «  

Gott bewegt sich, wenn du anfängst dich zu bewegen. Der Junge, im Gleichnis „der Speisung der 5000“ fing an sich zu bewegen, indem er Jesus seine „Lunchbox“ mit ein paar Fischen und ein paar Broten überreichte, obwohl jedem klar war, dass es nicht reichen würde. Nicht viel, für wahr, allerdings konnte Jesus durch das „Aufstehen“ des Jungen ein Wunder bewirken und 5000 hungrige Mägen füllen, so dass am Ende noch zwölf Körbe mit Nahrung übrig blieben!

Wir träumen davon, in Bewegung zu bleiben, damit Gott Wunder bewirken kann und deshalb möchte die KCC im nächsten Jahr unter anderem neue Büroräume beziehen und einen weiteren Standort in Köln eröffnen, in dem der gleiche Spirit gelebt wird und durch den wir Platz schaffen für noch mehr Begegnungen mit Jesus. Was noch alles auf der "KCC-Agenda" für 2018 steht, erfahrt ihr im HEART FOR THE HOUSE Gottesdienst am 12. November 2017. 

Wir möchten Köln zeigen, dass Jesus lebt!

Römer 10,15: »Was für ein herrlicher Augenblick, wenn ein Bote kommt, der eine gute Nachricht bringt!«

Wenn Menschen aufstehen und an Gottes Vision festhalten dann fangen Sie an zu leuchten -  „Arise + Shine“. Wenn wir uns heute dafür entscheiden aufzustehen und Licht zu sein, dann glauben wir fest daran, dass Dinge sich verändern, weil Jesus uns gebraucht und durch uns wirkt. 

Matthäus 5, 14-16: »Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.«

Dom gab uns noch zwei Punkte über das Thema Licht, speziell in der Bibel, mit auf den Weg:

1. Licht scheint nie um seiner selbst willen: Ein Zeichen von jemanden, der Jesus im Herzen trägt ist, dass er sich um andere Menschen sorgt. Die Menschen in unserem Umfeld werden von uns angeleuchtet, da wir oft die einzige „Bibel“ sind, die sie zu sehen bekommen.

2. Licht findet immer einen Weg: Gott braucht keine perfekten Menschen um zu Leuchten -  im Gegenteil, wenn du ein Gefäß mit Rissen und Löchern bist, dann kann das Licht viel besser nach außen dringen. Gott benutzt unperfekte Menschen um Wunder zu bewirken und Menschen zu berühren.

Also, worauf wartest du?

Erhebe dich und fange an zu leuchten. In deiner Stadt gibt es so viele Menschen, die Jesus noch nicht begegnet sind und die darauf warten Gottes Liebe erfahren zu dürfen. Wenn nicht wir, wer dann?

#ARISEANDSHINE

Wie ein kaputtes Instrument wundervolle Musik macht

Text von Maike Halfmann

Am Sonntag hatten wir Danny Clinton aus den USA zu Gast bei uns in der KCC. Vor 8 Jahren hat er in der Nähe von Portland die Kessid Church gegründet, die mittlerweile 2 Standpunkte hat.

Zum Einstieg hat Danny uns eine Geschichte über unsere Stadt Köln erzählt. 1975 wollte Vera Brandis, die damals jüngste Konzertpromoterin, Jazz nach Köln bringen. Dazu engagierte sie den talentierten Keith Jarrett und mietete das Kölner Opern Haus, welches komplett ausverkauft war. Das besondere an Keith war: er spielt niemals ein und das selbe Lied. Jedes mal wenn er sich an sein Klavier setzte, improvisiert er und jedes mal kam etwas Wunderschönes dabei heraus.
Als Keith Jarrett an diesem Tag kurz vor dem Konzert in Köln ankam und schauen wollte, ob sein Klavier schon auf der Bühne stand, fand er nur ein altes, kaputtes Klavier, da sein eigenes wegen eines Unwetters nicht pünktlich ankam. Die Tasten waren teilweise verklebt, viel zu locker oder sogar defekt - das Klavier war unspielbar. Aus diesem Grund weigerte Keith sich, das Konzert zu spielen. Es war nicht mehr viel Zeit und die Gäste trudelten bereits ein, also suchte Vera verzweifelt jemanden, der dieses alte, kaputte Klavier stimmen konnte. Als das so gut, wie es nur ging, geschehen war, lief sie raus zu Keith und flehte ihn an, seine Konzert zu spielen, da 1.400 Menschen drinnen auf ihn warten. Sie stand vor seinem Auto im Regen, die Hände gefaltet vor ihrer Brust. „Nur für Dich!“, sagte er, kam mit rein und setzte sich an dieses unbespielbare Klavier. Er begann zu spielen und relativ schnell hat er sich gemerkt, welche Tasten er härter spielen müsse, welche leichter und welche überhaupt nicht funktionierten. Er spielte auf diesem unbespielbaren Klavier ein Konzert, welches das best verkaufte Pianosolo und Solo Jazz Album überhaupt wurde. Keith Jarrett hat durch sein Talent und seine Leidenschaft aus etwas Altem und Kaputtem etwas ganz besonderes gemacht.

„Even the most broken instrument can make beautiful music in the hands of a master.“

So ähnlich ist es bei uns in der KCC. Wir haben etwas begonnen, das Leidenschaft vorausgesetzt hat - denn zu Beginn einer Kirchengründung kann man längst nicht "alle Tasten des Klaviers spielen".  Vor knapp 2 Jahren haben wir uns in einem Wohnzimmer getroffen und jetzt sind wir über 500 Menschen in zwei Gottesdiensten mitten in der Stadt. Die Church ist wie ein unspielbares Klavier, welches vom "Meister", also Gott, gespielt wird. Und Gott möchte mit uns als Kirche unglaubliche Musik machen. Was in den nächsten 2 Jahren mit unserer Church passiert, hängt ganz davon ab, wie du darüber denkst, was Gott mit uns und dir als unbespielbarem Klavier in dieser Stadt machen kann. 

In Römer 4, 17 gibt es eine tolle und sehr passende Bibelstelle dazu.

Vor 2 Jahren war die KCC nur eine Idee. Genau wie bei Vera: sie wollte ein Konzert geben, wo Leute etwas erleben, das größer war als alles andere. Sogar das kaputteste Instrument kann wunderschön klingen, wenn es von einem Meister gespielt wird.

Auch du hast die Chance, Teil von etwas ganz Besonderem zu sein. Doch das benötigt mehr, als sich nur Sonntags im Gottesdienst mit Gott zu beschäftigen. Es wird dich vielleicht einiges kosten. Es kann sein, dass du anfangs Zweifel hast, ob du genug, Zeit und Talent hast. Vielleicht denkst du, du seist selbst ein unbespielbares Klavier, welches man nicht nutzen kann. Gib dein zerbrochenes Leben in die Hände des Meisters, er wird etwas besonderes und wundervolles daraus machen.

Wir haben als Church die Möglichkeiten eine Erweckung in dieser Stadt zu starten - doch das benötigt das Herz und den Einsatz von vielen! Die nächsten beiden Gottesdienste, Vision Sunday (29.10.) und Heart For The House (12.11), zeigen Möglichkeiten auf, wie du ein Teil davon wirst und deinen Platz in der KCC findest.

Pastor Danny berichtete, dass beispielsweise in den USA nur 10% der Leute in einer Kirche alles finanzieren. Und auch hierzulande ist es nicht immer leicht, zu geben und aktiv mitzuarbeiten. Aber wenn Menschen bereit sind, zusammen zu kommen und hinter einer gemeinsamen Vision stehen, dann kann etwas Großes entstehen. Das ist unsere Chance, Gott mit dem zu dienen, was er uns gegeben hat.

Jesus ist gekommen, um all die unbespielbaren Klaviere zu spielen. Aber du musst dich entscheiden, ob du Teil seine Orchesters werden möchtest.

 

Herzschlag 3: Liebe ist kein Geschenk. Liebe ist ein Staffelstab!

Text von Daniel Lange

Zum ersten Mal gab es letzten Sonntag zwei Gottesdienste im Saal 9 des Cinedoms im Mediapark. Der erste Gottesdienst startete um 10:30 Uhr und der Zweite um 12:15 Uhr. Trotz der Vollsperrung der Kölner Innenstadt aufgrund des Köln Marathons waren beide Gottesdienste richtig gut besucht. Hammer!

Der Gottesdienst, der der Dritte in unserer Reihe „Herzschlag“ war, stand unter der Prämisse „Liebe ist kein Geschenk, sondern ein Staffelstab“. Zu Beginn betonte unser Pastor Dom, wie wichtig es ist, Nächstenliebe zu leben und dass eine Kirche kein Gebäude ist, sondern dass es die Menschen der Gemeinde sind, die den Unterschied machen. Wir sind diejenigen, die in die „Welt“ hinausgehen (zu unserer Arbeitsstelle, in unsere Uni, in unseren Freundeskreis) und wir sind eventuell die einzige Bibel, die unsere Kollegen oder unsere Freunde jemals „lesen“ werden.

Matthäus 18 Vers. 23-35 war die zentrale Bibelstelle der Predigt von Pastor Dom. In dem Gleichnis kam ein Diener vor seinen König um Ihm Schulden zurückzuzahlen. Der Diener schuldete dem König Zehntausend Talente (was heute einem Millionen-Betrag entspräche). Da der Diener die Talente jedoch nicht zurückzahlen konnte, befahl der König ihm, seine Frau und seine Kinder sowie seinen ganzen Besitz zu verkaufen um wenigstens etwas von den Talenten zurückzuerhalten. Da warf sich der Diener vor Ihn nieder und flehte ›Hab Geduld mit mir! Ich will dir alles zurückzahlen.‹ Der König bekam Mitleid und ließ seinen Diener und dessen Familie frei und erließ ihm seine Schuld.

Bezogen auf den „Staffelstab der Liebe“, hat der Diener diesen von seinem Herrn empfangen in dem er Ihm die Schulden erließ und seine Familie frei ließ. Dem Diener wurde vergeben.

Kaum hatte der Diener das Haus seines Herrn verlassen, traf er auf einen anderen Diener, der ihm hundert Denare schuldete. Er packte den Mann, würgte ihn und sprach ›Bezahle, was du mir schuldig bist!‹ Der andere Diener konnte seine Schuld jedoch nicht begleichen und warf sich vor Ihm auf die Knie und flehte ›Hab Geduld mit mir! Ich will dir alles zurückzahlen.‹ Darauf wollte sich der Diener jedoch nicht einlassen und befahl den Mann in den Kerker zu bringen, solange bis er all seine Schuld beglichen hatte. Als dies die anderen Diener mitbekamen waren sie entsetzt und liefen zu ihrem Herrn um Ihm davon zu berichten. Der König wurde zornig und bestellte seinen Diener erneut ein. Er sprach zu ihm ›Du böser Mensch! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest du da mit jenem anderen Diener nicht auch Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?‹  Er übergab Ihn seinen Folterknechten bis er seine Schuld komplett beglichen hatte. So wird auch mein Vater im Himmel jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von Herzen vergibt.«

Anstatt den empfangenen „Staffelstab der Liebe“ weiterzureichen und von Herzen zu vergeben, pochte der Diener auf sein Recht obwohl gerade Ihm seine Schuld vergeben wurde. Es ist nicht immer einfach von Herzen zu vergeben und den „Staffelstab“ weiterzureichen, gerade wenn man Empfangenes weiterreicht und dafür nichts zurückbekommt. Jedoch werden wir als Köln City Church nicht müde, all unsere Ressourcen dafür einzusetzen, die Ungerechtigkeit in unserem Land zu bekämpfen, auch wenn es nicht immer einfach ist - dies lag unserem Pastor ganz besonders am Herzen. Es ist elementar, dass wir die empfangene Liebe weiterreichen, selbst wenn es nur durch ein Lächeln am Arbeitsplatz ist. Wir träumen davon, dass in unserer Kirche ein Querschnitt unserer Stadt sitzt, weil jeder Mensch die Chance verdient, Gott zu begegnen. Wir sollten daran denken, dass der empfangene „Staffelstab der Liebe“ niemals uns gehört, sondern von Gott kommt und gerade deshalb sollte es uns eine Freude sein, die empfangene Liebe weiterzureichen.